Es läuft gut – wenn man zufälligerweise gerade ein Mineralölkonzern ist. Falls man auf der anderen Seite steht, fühlt man sich zunehmend dekadent. Umso mehr, wenn der persönliche Benzinverbrauch zweistellig ist. Da wird so eine Verbrauchsanzeige schon mal zur Anklageschrift. Ich fahre einen SUV (gesprochen Suff) und viel Stadtverkehr.
Eine Wissenschaft für sich sind die Gesetzmäßigkeiten der Preisentwicklung an den Tanksäulen. Hier die Chronologie des Schreckens:

Donnerstag, 23. Februar 2012. Ich habe eine Tankstelle mit 1,579 EUR getroffen, just als mein Auto Benzinmangel beklagt. Glückstreffer! Gemeinsam mit ca. 20 anderen Leidensgefährten genieße ich die Situation und tanke voll. An der Nebensäule verdrückt sich jemand Tränen der Rührung.

Freitag, 24. Februar 2012. Das bevorstehende Wochenende sorgt wie immer für einen spontanen Anstieg der Preise um 7 Cent. 1,649 EUR. Ich denke, man nutzt aus psychologischen Gründen die allgemeine Hochstimmung zum Ende der Arbeitswoche, um den Leuten diesen kleinen Wermutstropfen in den Tankstutzen hinein zu mogeln. Samstag ist der Ärger wieder verflogen.

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