Bockwurst #3 Toast „Rügen“

Er ist nicht ansatzweise so berühmt, wie sein Vetter namens „Hawaii„.
Es fehlt ihm die exotische Ausstrahlung, das internationale Flair, das Kosmopolitische.
Und trotzdem ist er ein wichtiger Meilenstein der Lebensmittel-Historie und gehört untrennbar zur Geschichte Ostdeutschlands (…der DDR – wer das lieber mag).
Aus Mangel geborene Kreativität gepaart mit einer gesunden Portion Pragmatismus waren die Wegbereiter für diese Spezialität. In einer ruhmvollen Reihe mit Goldbroiler oder Soljanka und dem fröhlich brubbelnden Image eines 2Takt-Motors gehört der Toast „Rügen“ zu der ostdeutschen Mitgift bei der Vermählung von Ost und West, genannt Wiedervereinigung.

Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Die in Scheiben geschnittene Bockwurst wird auf der Toastscheibe verteilt, so dass möglichst die gesamte  Fläche bedeckt ist.  Statt einer Toastbrotscheibe darf hier ausdrücklich auch ein altbackenes Weissbrot verwendet werden. Auf die Schicht Bockwurst kommt eine Lage Zwiebelringe und / oder Spreewälder Gurken, ebenfalls in Scheiben. Das Ganze wird durch eine auf Größe geschnittene Scheibe Käse (egal, das was da ist) gekrönt und in den Backofen verbracht. Bei ca. 180 Grad eine gute Sandmännchen-Länge backen. Zum Schluss etwas Oberhitze und fertig.
Die Verwendung von Ketchup verbietet sich aus historischen Gründen! Wenn überhaupt, dann darf aus Apfelmuss hergestellter Ersatz-Ketchup benutzt werden! Alles andere verfälscht den Geschmack.
Guten Appetit!

Zutaten:

  • Bockwurst
  • Spreewälder Gurken oder Zwiebelringe
  • Käse (irgendeiner)
  • Toastbrot (oder Weissbrot)

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