img_7338Der Campingplatz in seiner autoritären Gesamt-Anmutung wurde dem Anlaß „30 Jahre ET1/83“ leider nicht vollständig gerecht. Zudem reiste derimg_7403 Reiseleiter (50) zwar erfreulicherweise mit Kinderschar und einem Liter Blutwurz an, aber eben auch mit einem ausgewachsenen Kater. Ein Samstagausflug komplett ohne etatmäßigen RL, die fehlende Fahne, aus Florida eingewanderte Mörder-Mücken, Rosi und Anette offline, sowie nächtlicher Besuch von munteren Waschbärchen auf dem Bungalowdach… All diese Mängel verlustfrei zu kompensieren ist letztlich eine große Leistung des Kollektivs und belegt den gewachsenen Zusammenhalt der Seminargruppe, auch in kritischen Situationen! Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Gesamtzufriedenheit hatte ohne Zweifel der Grillmeister vom Dienst GvD (50), der in gewohnt souveräner Professionalität die labbrigen, blaßrosa Rohwürste zu strammen, braungebrannten Thüringern veredelte. Und das bei Arbeitsbedingungen wie im Stahlwerk ganz vorne!  An dieser Stelle ein herzlichen Dank im Namen der Gemeinde.

Stichwort Gesamtzufriedenheit. Fast einheitlich über die gesamte Gruppe ist eine Zunahme des Bauchumfangs um 3 cm zu verzeichnen. Inzwischen ist dieser Trend allgemein als gesundes Wachstum akzeptiert. „Men‘s Health“ spricht in diesem Zusammenhang  von abgerundeten Persönlichkeiten. Jetzt muß niemand mehr Wochen vor dem Treffen in die Diät gehen. Siehe Bauchtabelle.

Unbedingt erwähnen muss ich (51)  an dieser Stelle die liebenswerte Geste der Spät-Wiedervereinigten BeMü (50) & Ines, die uns mit einigen lieben Gaben aus den bunten Schaufenstern des Westens beglückten. Es war tatsächlich ein wenig wie früher.  Lieben Dank auch dafür.

Ein von HoK (50) aus der Hauptstadt mitgebrachter Non-HDMI-Beamer nebst Leinwand gestattete uns einen schwarzweißen Zeitsprung in die 80ziger Jahre. Athletisch-ästhetische Körper, volles Haar, packende Handballszenen, der nackte Hintern von Rosi, tolle Posen und eine stets leere Schubkarre beim Arbeitseinsatz waren Quelle allgemeiner Erheiterung.

img_7365Die Stadt Neustrelitz, unser Ausflugsziel am Samstag, hinterließ bei mir ein merkwürdiges, fremdartiges Gefühl des Beobachtetseins und Ausgeliefertseins und eine belegte Zunge. Etwas, was ich sonst nur aus der unmittelbaren Nähe zu Flughäfen kenne. Mehr dazu später. BeMü (50) war bei der Anreise per Fahrrad Sieger. Siehe Foto links.

Positiv: Das angewandte Rotationsprinzip bei der kommissarischen Reiseleiterfunktion kann als administrativer Erfolg gewertet werden. Obwohl einfaches Handheben genügte, um das Amt zu beanspruchen, kam es zu keinerlei politischen Intrigen oder oppositionären Ausschreitungen. Die obligatorische Analyse der regionalen Gastronomie im Selbstversuch verlief dieses Jahr komplett ohne Kritikpunkte oder Verletzungen. Fast schon wieder verdächtig.

Die Kellers berichteten stolz von ihrer neuen Anschaffung. Unter dem Blickwinkel der Globalisierung geht man in Berlin offensichtlich dazu über, häusliche Dienstleistungen durch Zukäufe aus Billiglohnländern abzudecken (Siehe auch Spiegel 05/2013: „Offshoring im Haushalt – der eigene Inder“). Einmal mehr ist die Hauptstadt Vorbild und Trendsetter! Der provinzielle Rest der Gruppe lauschte den Berichten interessiert und schmiedete eigene Pläne. Sicher wird es nicht gleich bei jedem für einen ausgewachsenen Inder reichen, aber man kann ja mal mit Albanien oder Vietnam anfangen. Bitte vorher bei den Verbraucherzentralen erfragen, aus welchen Ländern komplikationslos importiert werden kann.

Das Geheimnis um Neustrelitz

neustrelitz_satellitAn der Stadt fällt der streng geometrische Grundriß auf. Ein zentraler, ideal kreisförmiger Platz mit davon strahlenförmig ausgehenden, absolut geraden Straßenzügen.  Der Platz selbst mit auffallend  zurückhaltendem Bewuchs, ohne signifikante Erhebungen. Natürlich mit Ausnahme  der Stadtkirche an der Peripherie des Platzes, die allerdings bei näherem Hinsehen einem Control-Tower ähnlicher sieht, als einem Gotteshaus. Matze (49): Hast du nicht gerade Antennen da rauf gesetzt?! In wessen Auftrag?! Und welche Art von Antennen waren das genau? Rätsel über Rätsel…

Nach einer schlaflosen Nacht war alles klar. Es läßt nur einen Schluß zu: Die Landung von Außerirdischen steht unmittelbar bevor und Neustrelitz ist der geplante Lande-Ort!

So macht auch dieser merkwürdig schmucklose, funktional wirkende Brunnen wieder Sinn, der nichts anderes ist, als eine Kühlanlage für Triebwerke.

Ein weiteres, wichtiges Puzzleteil ist ein Ladengeschäft direkt am Marktplatz, der so genannte „Angelladen No.1“.  Wozu benötigt man an so prominenter Stelle, mitten in der Stadt einen Angelladen?! Noch dazu, wenn er nie geöffnet hat? In Wahrheit ist das natürlich das Terminal für Außerirdische, in dem alle notwendigen Einrichtungen (Dekontaminierung etc.) installiert sind. So wird aus dem Angelladen der Angel (engl. der Engel) – Laden No.1, so zu sagen die erste Anlaufstelle für ET.

Übrigens, das Restaurant, in dem wir zu Gast waren heißt „Due Fratelli“ – „Die zwei Brüder“. Welche zwei Brüder sind wohl gemeint, die Menschheit und …? Und was hat es mit der geheimnisvollen Userin auf sich?
Wer hat weitere Zeichen entdeckt? Gibt es zum Beispiel einen Hinweis auf die Ankunftszeit?